Für einen starken Auftritt nicht belohnt

Für die Matchballspende bedanken wir uns bei Nicole und Christian Wüthrich.

Lange ists her, dass wir in einem Ernstkampf auf dem Platz standen. Über neun Monate. Während sich viel verändert hat in der Zeit – einige neue Gesichter finden sich in der Mannschaft und an der Seitenlinie, andere haben uns verlassen – sind doch auch viele Dinge gleichgeblieben. So im Grunde auch die Mannschaft, die in ihrer Basis weiter dieselbe ist wie seit Jahren. Und auch bei den Gegnern hat sich nicht alle Welt verändert. Und so rechneten wir damit, dass es im Startspiel gegen Iliria gleich einmal richtig schwer werden würde.

Das Spiel wurde dann auch sehr intensiv, wobei die Lommswiler nicht annähernd so unter die Räder kamen, wie das vielleicht der eine oder andere vorausgesagt hatte. Denkbar schlecht war allerdings der Start: Nach nur wenigen Minuten stimmte die Zuteilung nicht mehr, mit schnellem Kombinationsspiel war plötzlich der gegnerische Angreifer alleine vor Bracher und früh hiess es 0:1.

Danach brauchte Lommiswil ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden. War der Startschock aber erst einmal abgeschüttelt, war das Team durchaus in der Lage, dem Gegner paroli zu bieten. Über weite Strecken der ersten Halbzeit hatte das Heimteam sogar mehr vom Spiel, auch weil sich der Gegner nach dem frühen Führungstreffer mehr und mehr zurückzog und die Lommiswiler hinten rausspielen liess. Gerade über die rechte Seite, die Herzog und Urosevic beackerten, wurden sie gefährlich. Nach einem eben solchen Vorstoss konnte sich Urosevic bis zur Grundlinie durchsetzen, seinen Querpass verwandelte Sonderegger zum Ausgleich.

In der Folge verpassten sowohl Herzog mit einer exzellenten Kopfballmöglichkeit als auch Ebel, der zwei Meter vor dem Tor nur noch einzuschieben brauchte, die Führung. Im Gegenzug konnte aber auch Iliria, die ebenfalls immer wieder Nadelstiche setzten, nicht erneut im Führung gehen. Bei der besten Möglichkeit konnte Bracher den WInkel verkürzen und so das 1:1 festhalten. So lautete auch das Pausenresultat.

Die Gäste kamen besser aus der Halbzeitpause. Die Unkonzentriertheiten in der Lommiswiler Hintermannschaft vermochten sie aber nicht auszunutzen. Über grosse Teile der zweiten Hälfte war das Spiel dann hart umkämpft und ausgeglichen. Keines der Teams konnte sich spielerisch grosse Vorteile verschaffen. Beide hofften, mit Nadelstichen zum Erfolg zu kommen. Für die Lommiswiler konnte sich Ebel ein paar Mal durchsetzen, vor dem Tor fehlte dann jedoch die nötige Abgebrühtheit, um zu treffen. Auch ein Gästestürmer konnte einmal entwischen, wurde von Bachmann jedoch in Extremnis noch an einem sauberen Abschluss gehindert. Mit legalen Mitteln, wie der Schiedsrichter schliesslich entschied, auch wenn die Gegner eine Notbremse sahen und die rote Karte forderten.

Ein Unentschieden wäre wohl das faire Resultat gewesen. Und mit diesem freundeten sich die Lommiswiler in den Schlussminuten gedanklich wohl schon an. Und so kam es, wie es kommen musste. Nach einem fahrigen Ballverlust in der eigenen Platzhälte liess der Gegner für einmal seine spielerische Klasse aufblitzen. Ein perfekter Lobball in die Tiefe, den der Angreifer gleich abschloss, erneut mit einem Lob, über Bracher hinweg und via Pfosten ins Tor. Die letzten Minuten warfen die Lommsiwiler alles nach vorne, doch zu diesem Zeitpunkt fehlte die Kraft, um nochmals reagieren zu können.

Tore: 3' 0:1; 31' 1:1 Sonderegger; 88' 1:2

Lommiswil: Bracher, Herzog, Karpf, Bachmann, Belloni, Urosevic, Sonderegger, Zumstein, Hunziker, Roth, Ebel, Amiet, Orlandi, Choque, Rindlisbacher